Mittwoch, 16. Juli 2014

Automatisierte Blogartikel - Autor schreibt vermittels Bot 2.7 Millionen Artikel

Sverker Johansson, einer der produktivsten Autoren der Gegenwart. Vor sieben Jahren begann er für Wikipedia zu arbeiten. In dieser Zeit hat er es auf 2,7 Millionen Artikel gebracht. Dies bedeutet nicht weniger als 1.000 Artikel pro Tag.

Ein flinker Finger, der diverse Tools einsetzt, um schnell und fit zu sein?

Affiliate Dragon, Schreibschule...

Nein, Johansson lässt schreiben und zwar von einem Programm. Qualitativ ist das ganze noch nicht direkt, allerdings wird diese Form des Routinejournalismus bereits in einigen Zeitungen eingesetzt. http://www.spiegel.de/thema/wikipedia/

Die Roboter nehmen uns die Arbeitsplätze weg. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis dahin der ethische Konflikt sich in unüberlegten Specizismen äußert. Da Roboter intuitiv doof sind und nur rechnen können, können wir ja hier getrost zum nächsten Thema übergehen.

Doch so einfach ist das nicht, denn irgendwann werden Roboter schlauer sein als wir

Link zu Watson raussuchen

Der Markt der Knappheiten ist genauso vorbei, wie Buisnesspläne:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/eric-schmidt-how-google-works-die-zeit-der-manager-ist-vorbei-13175601.html

Automatisierung des Internets
Die Durchautomatisierung des Internets erreicht uns womöglich noch bevor Computer uns als Terminatoren ernsthaft bedrohen. Die gesamten Spam-Bots laden ja schon einigen Datenmüll in unseren Kommentar-spalten ab. Nun aber erreicht uns die Meldung, dass Computer bereits Zeitungsartikel erstellen. Womöglich erreicht uns diese Nachricht selbst eine Nachricht, die nicht mehr von Menschen generiert ist, denn welcher Spion der Zeitungsbranche würde diese Information leaken?
Terminatorbild: http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:The_Terminator#mediaviewer/File:Graffiti_in_Shoreditch,_London_-_The_Terminator_by_Graffiti_Life_(9425010886).jpg
Automatische Artikel in Zeitungen
Redakteure setzen durch Sprachanalyseprogramme Nachrichten in Umlauf, deren journalistische Qualität sogar überraschend gut sei. Computergestüzter Journalismus heißt das Ganze. Quill heiße der Schreibroboter und Lewis DVorkin, Chief Product Officer bei Forbes, kann nur im Überschwang loben:
"In nahezu jedem Fallbeispiel trifft der Schreibroboter den Nagel der Geschichte auf den Kopf. Ich erinnere mich bisweilen an keinen nennenswerten Ausreißer, nicht einen." http://www.zeit.de/digital/internet/2013-08/computergestuetzter-journalismus-usa/seite-2
und er ergänzt:
"In 20 Jahren wird es keinen Bereich mehr geben, in dem nicht maschinell erzeugte Geschichten erzählt werden", sagt Hammond."
Grenzen dieser Entwicklung?
Ich verstand es ja schon nicht, warum Menschen heute immer noch Übersetzung lernen, wenn doch in 20 Jahren bereits mit gut gefütterten Datenbasen jeder Text übersetzbar sein würde. Mit dem Einstieg in den Journalismus aber laufen die Computer auf einer anderen Linie mit und vielleicht den Menschen den Rang ab. Wann zum Beispiel können Computer Hollywooddrehbücher oder Frauenkitschromane in solch einer Masse verfertigen, dass es uns überhaupt nicht mehr bedarf?
Kultur, so primitiv wie wir sie für gewöhnlich gestalten, sollte doch für Computer noch leichter sein, als uns im Schach zu besiegen.
Es ist wie mit dem Affen, der in unendliche lange auf einer Schreibmaschine herumtippt und dabei letztlich unendlich oft Shakespeare sowie jedes sinnvolle Buch der Welt geschrieben hat, nur dass in diesem Fall der Computer mittels Algorithmus diesen Shakespeare auswählt.
Computer so schlau wie Vierjährige
In anderen Quellen dann heißt es, dass ein Computer mittlerweile so schlau wie vierjährige im IQ ist. Wir müssen uns also wohl durchaus auf eine Zukunft mit der ursprünglichsten Kränkung einstellen, dass unser Intellekt in die Bedeutungslosigkeit versinkt. Darüber hinaus hat ein ukrainischer, dreizhenjähriger Junge als Computer den Turing-Test bestanden oder war es andersrum? Die Jury verzieh wohl dem Ukrainer seine sprachlichen Unzulänglichkeiten und dem 13-Jährigen Jungen seine Naivität.
Wie gehen wir mit anderen Intelligenzen um?
Dann müssten Zeitredakteure nochmals ihre Loblieder verfassen und sich über nervige Vegetarier beklagen, dann ist nämlich die Frage, wie die uns überlegene Spezies mit uns umgehen soll. Auf einmal entdeckt der Schwache dann womöglich doch seine Moral.
Warum eine Roboterethik sinnvoll ist
Hier aber ist die Idee eine Roboterethik sinnvoll einfach aus dem Grund, weil unsere Seele vielleicht doch nicht von der Welt trennbar ist und das Äußere doch vielleicht auch in uns ist. (LINK)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen