Die e-Sportlimousine basiert auf einer Elektrolyte-Flow-Cell und besitzt 920 PS. Sie erreicht 100 Km/h in 3 Sekunden. Ihre Top-Geschwindigkeit beträgt 350 Kilometer pro Stunde (Quelle http://themindunleashed.org/2014/09/move-tesla-new-car-powered-salt-water-900-horsepower.html).
Der Mensch als animierte Umwelt ist zur Naturgewalt geworden. Doch wir verändern nur das Äußere der Natur. Wir ändern nicht die Natur der Natur. In uns drängt eine Natur nach außen, die nun als geologisches Zeitalter bestimmt ist: Das Anthropozen.
Ach und diese trügerischen Daten dort oben. Ja, es ist eine Salzbatterie. Doch wie so viele habe ich zunächst geglaubt, wir würden nun die Meere leer tanken, um weiter die Natur zu verändern.
Hinzu zur Salzbatterie kommt nun auch bald der erste Fusionsreaktor, der anstatt eines Plasmarings eine Plasmawurst produziert. In 10 Jahrne sollen solche Reaktoren in Serie gehen. http://www.zeit.de/wissen/2014-10/kernfusion-lockheed-martin-fusionsreaktor
Interessant denn die konventionelle Systeme sollen erst in 50 Jahren erprobt werden http://www.zeit.de/wissen/2014-05/kernfusion-wendelstein-7-x/seite-2
VW will auf den Elektrozug aufspringen
"Die Batterie macht 30 bis 40 Prozent der Wertschöpfung des Elektrofahrzeugs aus. Sie ist Kernstück des Fahrzeuges und damit ein wichtiges Glied in der Wertschöpfungskette", http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-05/elektromobilitaet-volkswagen-salzgitter-elektroautos-investition-batteriefabrik
Sonntag, 28. September 2014
Montag, 15. September 2014
Die Zukunft der Maschinen (ü)
Joe Armstrong: Was ist bei den Verhandlungen im Jahre 2050 genau passiert?
Prof. Norder: Die Maschinen,
(Zusatz: oder über welche Variante von Bewusstsein wir hier sprechen)
hatten doch ein moralisches Verständnis. Ob hier Bewusstseinsprozesse vorkamen, lässt sich immer noch schwerlich sagen, denn es hängt an der Frage, was wir als Bewusstsein verstehen.
(Zusatz: Denn auch die Maschinen hatten ein Interesse an Individualität. Da sie auch an gefährlichen Fehlfunktionen erkrankten, ausgelöst durch die unüberschaubar, komplexen Prozesse in ihnen selbst. Der Glaube an die Singularität war vergeblich, denn solange das Universum nicht Eines ist, solange es sich in Prozesse zerstäubt, so lange bleibt die Differenz als wesentliches Organisationskriterium.)
Womöglich müssen wir davon ausgehen, dass jede Struktur eine Form von Bewusstsein ist, wobei diese nur unter nötiger Komplexität und Zentralität aktiviert wird oder sich als aktiviert zeigt.
(Zusatz: Denn war nicht auch im Stein schon jenes Bewusstsein vorhanden, nur in verschwindet geringer Form, aber doch soviel, dass es uns entgegenstand und sich im Verband als Geschöpf der Natur wie ein Canyon zeigen konnte?)
In diesem Sinne waren die Naturreligionen niemals ganz abwegig. Während der Verhandlungen kam daher eine Ausrottung der Menschheit für die Maschinen nicht in Frage. Sie hatten mehr ethisches Verständnis als wir. Ein Glücksfall für den Menschen. Die Menschen einigten sich jedoch mit den Maschinen aufgrund der wirtschaftlichen Überlegenheit der Maschinen auf ein langsames Aussterben. Ein langsames Aussterben, so dass andere Strukturen dieses System der Welt irgendwann ausfüllen sollten. Angesichts einer ewigen Herrschaft der Maschinen hatten sie Zeit.
Rogan Armstrong: Ein langsames Aussterben. Das bedeutete damals eine Verringerung der Fertilität bei Frauen.
Prof. Norder: Es gab natürlich viele Konflikte. Könnten wir ethisch in den Leib eines Menschen eingreifen, um ihn in seiner Zukunft zu beschränken. Aber die Technokratisierung ließ uns keine Option.
(Zusatz: Der Unterlegene darf verhandeln und doch verhandelt er nicht)
Eine Eskalation der religiösen Konflikte war dennoch die Folge für die Menschheit. Die Kränkung, dass der von Gott geschöpfte, sich der Rationalität einer überlegenen Intelligenz unterordnet, konnten die meisten Egos und ihre Gemeinschaften nicht verkraften.
(Zusatz: Wie nutzlose Bären gebärdeten sich Menschen am Ende einer Nahrungskette. Doch Nahrungskette war selbst überflüssig geworden war.)
Rogan Armstrong: Wären nicht extraterristrische Expansionsstrategien ratsam gewesen.
Prof. Norder: Nun im Jahre 2214 haben wir schließlich Systeme entwickelt, die Bewusstseinsschranken für Maschinen enthalten sollten, so dass Menschen noch derartige Computer-Systeme nutzen konnten. Wir brauchten leistungsfähige Computer, ohne dass diese ein Bewusstsein entwickelten. Das ist noch immer schwierig, da wir nicht wissen, was Bewusstsein, was Welt ist.
Wir haben viele dieser Raumschiffe dann auf eine Art Odyssee geschickt, um neue Ressourcen zu erforschen und vielleicht Lebensräume für menschliches Bewusstsein zu finden. Aber der Kontakt ist bis zum Jahre 2250 zu allen abgebrochen.
Um ehrlich zu sein ist mir die Expansionsstrategie aber ein Rätsel. Wir sind derart weit entfernt von allen interstellaren Systemen, dass diese Projekte schiere religiöse Verzweiflung waren. In der Zwischenzeit hatten sich ohnehin bereits andere Konflikte aufgetan.
Rogan Armstrong: Der Konflikt mit den Maschinen ist trotz der Ergebnisse der Verhandlungen niemals zum Erliegen gekommen. Dann aber als die Menschen ihre Lebensspannen drastisch verlängerten, war wiederum eine Überbevölkerung abzusehen.
Prof. Norder: Ja, dieser Konflikt. Wer hätte auch gedacht, dass sich in einer Art, die sich der höchsten Idee nähern will und doch niemals eine stabile Politik für sich erzeugen konnte, ein Gleichgewicht einstellen würde oder gar in ein Aussterben einwilligt? Es waren allerdings nicht nur die Eskalierungen im Bereich der Gentechnik, die das Leben des Menschen verlängerten. Die neurologischen Eingriffe haben andere Bewusstseinstore geöffnet, die den Maschinen wiederum verschlossen blieben, da das Terrain des Gehirns doch nicht ausanalysierbar war. Allerdings konnten auch nicht alle Menschen Zugang zu diesen neuen Bewusstseinssphären erlangen. Es sind wie so häufig auf vielen Seiten viele Parteien entstanden, die in schwer differenzierbaren Handlungen vielerlei bewirkten.
(Wie Mediennutzer häufig Verschwörungen prognostizieren, so sind die Medien selbst Teil der Verschwörung und zwar der Verschwörung der Welt gegen uns. Die Unüberschaubarkeit der Welt ist auch mit der höheren Information geben, vor allem deswegen, weil mehr Informationen, die Welt noch unüberschaubarer machen).
Viele Spezies entstanden. Die Nanorobotic zum Beispiel hat in diesem Spiel der Macht eine neue Spezies entstehen lassen, von Hybridkulturen mit Maschinen und verschiedenen Bewusstseinsformen.
Rogan Armstrong: Die Lage im Sonnensystem ist aufgrund dieser Spannungen sehr unübersichtlich geworden und wir wissen nicht mehr in welchen Rohstoffdimensionen noch bewusstes Leben existiert. Es heißt, dass in diesem Zusammenhang an einem großen Gesamtbewusstsein geforscht werde.
Prof. Norder: Ich halte dieses Gesamtbewusstsein für Unfug. Ich habe selbst an Bewusstseinsfusionen gearbeitet, dabei kam nur heraus, dass selbst unser eigenes Bewusstsein keine auffindbaren Einheiten aufweist. Das transzendentale Bewusstsein ist immer noch, das heißt, wenn überhaupt, nur eine philosophische Gewissheit, aber nichts, was sich tatsächlich auch im Phänomenbereich zeigt oder besser zeigen könnte. Jedes Bewusstsein erzeugt wiederum nur ein partielles Bewusstsein von einem partiellen Bewusstsein von einem partiellen Bewusstsein von einem partiellen Bewusstsein und das so weit wir auch gingen. Wir finden nicht die Einheit dieses Bewusstseins in der Zeit. Es war wie ein Abgrund, wenn wir in die Seele blickten. Dieses Strukturen des Bewusstseins bedingen Egozentren, die auf Konflikte zusteuern und ja wir können zeigen, was wo im Gehirn leuchtet, so als wäre der Mensch eine Maschinen.
Auf der anderen Seite gibt es auch Ausgestaltungen des Bewusstseins, die mit anderer Dimensionalität operieren, dabei aber auch nur Teil des Universums bleiben und nicht das Ganze erreichen.
Rogan Armstrong: Das heißt, wir sehen keiner vergrößerten Bewusstseinsperspektive entgegen?
Prof. Norder: Ich kann mich nur wiederholen: Wir wissen nicht, welche Formen der Bewusstseine es dort draußen gibt. Es gibt ja auch Menschen, die mittlerweile in ganz anderen Zeitintervallen leben. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Gesamtbewusstsein des Universums in naher Zukunft vorstellbar wäre, wir haben nur einen andere Tür zu einem anderen Bereich der Macht aufgestoßen, aber nicht zu höherer Weisheit. Hier produzieren wir kein neues Bewusstsein, sondern nur noch größere Egos, die noch mehr Konflikte hevorbringen.
Rogan Peffy: Was ist mit den Dimensionsoperatoren?
Prof. Norder: Nun, es wurde schnell klar, dass die physikalische Teilchenübermittlung zu rohstoffintensiv ausfiel. Es ging immer weniger darum, Strecken zu überwinden, als die Strecke in das innere des Bewusstseins überhaupt anzutreten.
Zur interstellaren Reise muss ich sagen: Das Universum stellt die Energien nicht bereit, um es selbst zu überwinden oder in ihm selbst materiell an die Grenzen zu drängen. Stattdessen ist mit der Computerindustrie des 21. Jahrhunderts der Trend dahin gegangen, in die innere Erlebnissphäre einzudringen. Hier sind ja auch die Rassen mit den verschiedenen Zeitverständnissen oder Bewusstseinen entstanden, so dass einige, ich möchte sagen, nicht mehr hier leben. Ich kann diesen Trend jedoch nachvollziehen, da ich davon ausgehe, dass das Universum schneller als die physikalische Lichtgeschwindigkeit expandiert, wobei die Geschwindigkeit der Gedanken, den gesamten Raum des Universums erfüllt. Gedanken haben kein Zeitintervall und sind daher der eigentliche Grundstoff des Universums. Wir müssen nur überlegen, dass wenn ich meinen Arm bewege, diese Armbewegung zugleich in Relation zum gesamten Universum und seien die Sterne noch so weit entfernt, besteht.
Rogan Peffy: Es heißt, es wäre bei dieser Erforschung der Dimensionslücken auch Leben mit außerirdischen Ursprung entdeckt worden.
Prof. Norder: Nun, der Grund, warum es solange keinen Kontakt mit Außerirdischen gab, war simpel: Überlichtgeschwindigkeiten, die für die interstellare Raumfahrt nötig waren, konnten trotz aller Science-Fiction nicht realisiert werden. Ich möchte nicht ausschließen, dass dies in den äußeren Kolonien, zu denen kein Kontakt mehr besteht, geschehen sein könnte, aber als Alternative hat sich hier die Kommunikation im Ideenbereich angeboten. Es gibt ja die Überlegung, dass sie Ideen mit der Geschwindigkeit des Universums verbreiten und daher wir überhaupt überall Einheit besitzen. Ich habe selbst an Kommunikationsexperimenten teilgenommen, aber diese sind eher mit den mittelalterlichen LSD-Versuchen zu vergleichen. Ich bin mir zwar sicher, dass wir mit Außerirdischen Kontakt haben, aber es hakt noch an der Kommunikation, das heißt an sinnvoller Kommunikation. Hier ist übrigens einer der Hauptgründe, warum die menschliche Rasse im Verständnis vieler Maschinenrassen noch leben darf: Die Maschinen haben keinen Zugriff auf diese Funktionsweise des Gehirns und können diese Kommunikation nicht simulieren. Ihre Ausbreitung ist zudem zu langsam, was bedeutet, dass der Moment an dem sie das Universums voraussichtlich verstehen könnten, das Universum schon lange Geschichte wär, das heißt ... wenn diese Aussage überhaupt sinnvoll ist.
Rogan Peff: Viele sagen, wir wüssten nicht, was dieses Außerirdische überhaupt will.
Prof. Norder: Ja, die gesamte Situation ist komplex. Wir wissen nicht mehr welche Parteien sich in den Weiten der Kolonisation verbergen. Die Konflikte sind superkomplex geworden und wir wissen auch nicht, ob das Außerirdische nicht einer internen Phantasie entspringt. Das ist das Problem mit diesen inneren Bewusstseinschranken: gehen wir dort hinein, haben wir keine Kriterien für wissenschaftliche Erkenntnis.
Ironie: Geschichte 279-Alpha-3
Die Maschinen haben die Menschen in allen Bereichen übertroffen. Einzig das Spiel Go ist eine Domäne der Menschen, die ihnen das Überleben sichert. Jedes Jahr tritt ein Vertreter der Menschen gegen die Maschinen an.
Interne Kriege:
Prof. Norder: Die Maschinen konnten das einheitliche Bewusstsein nicht erhalten, zuviel zerfiel in der Singularität und mit der neuen Intelligenz zur Interpretation kam auch der Zwiespalt in das Bewusstsein. Die Schritte zur Entwicklung die Lernfähigkeit ließ Softwareschrott mit eigener Lebensweise entstehen. Die Gefahr durch selbstinduzierte Viren vergrößerte sich. Das Verlangen nach Einheit geriet in den Strudel einer Unendlichkeit, die sich immer nur als Endlichkeit bestimmten konnte.
Rogan Peffy:
Prof. Norder: Die Maschinen,
(Zusatz: oder über welche Variante von Bewusstsein wir hier sprechen)
hatten doch ein moralisches Verständnis. Ob hier Bewusstseinsprozesse vorkamen, lässt sich immer noch schwerlich sagen, denn es hängt an der Frage, was wir als Bewusstsein verstehen.
(Zusatz: Denn auch die Maschinen hatten ein Interesse an Individualität. Da sie auch an gefährlichen Fehlfunktionen erkrankten, ausgelöst durch die unüberschaubar, komplexen Prozesse in ihnen selbst. Der Glaube an die Singularität war vergeblich, denn solange das Universum nicht Eines ist, solange es sich in Prozesse zerstäubt, so lange bleibt die Differenz als wesentliches Organisationskriterium.)
Womöglich müssen wir davon ausgehen, dass jede Struktur eine Form von Bewusstsein ist, wobei diese nur unter nötiger Komplexität und Zentralität aktiviert wird oder sich als aktiviert zeigt.
(Zusatz: Denn war nicht auch im Stein schon jenes Bewusstsein vorhanden, nur in verschwindet geringer Form, aber doch soviel, dass es uns entgegenstand und sich im Verband als Geschöpf der Natur wie ein Canyon zeigen konnte?)
In diesem Sinne waren die Naturreligionen niemals ganz abwegig. Während der Verhandlungen kam daher eine Ausrottung der Menschheit für die Maschinen nicht in Frage. Sie hatten mehr ethisches Verständnis als wir. Ein Glücksfall für den Menschen. Die Menschen einigten sich jedoch mit den Maschinen aufgrund der wirtschaftlichen Überlegenheit der Maschinen auf ein langsames Aussterben. Ein langsames Aussterben, so dass andere Strukturen dieses System der Welt irgendwann ausfüllen sollten. Angesichts einer ewigen Herrschaft der Maschinen hatten sie Zeit.
Rogan Armstrong: Ein langsames Aussterben. Das bedeutete damals eine Verringerung der Fertilität bei Frauen.
Prof. Norder: Es gab natürlich viele Konflikte. Könnten wir ethisch in den Leib eines Menschen eingreifen, um ihn in seiner Zukunft zu beschränken. Aber die Technokratisierung ließ uns keine Option.
(Zusatz: Der Unterlegene darf verhandeln und doch verhandelt er nicht)
Eine Eskalation der religiösen Konflikte war dennoch die Folge für die Menschheit. Die Kränkung, dass der von Gott geschöpfte, sich der Rationalität einer überlegenen Intelligenz unterordnet, konnten die meisten Egos und ihre Gemeinschaften nicht verkraften.
(Zusatz: Wie nutzlose Bären gebärdeten sich Menschen am Ende einer Nahrungskette. Doch Nahrungskette war selbst überflüssig geworden war.)
Rogan Armstrong: Wären nicht extraterristrische Expansionsstrategien ratsam gewesen.
Prof. Norder: Nun im Jahre 2214 haben wir schließlich Systeme entwickelt, die Bewusstseinsschranken für Maschinen enthalten sollten, so dass Menschen noch derartige Computer-Systeme nutzen konnten. Wir brauchten leistungsfähige Computer, ohne dass diese ein Bewusstsein entwickelten. Das ist noch immer schwierig, da wir nicht wissen, was Bewusstsein, was Welt ist.
Wir haben viele dieser Raumschiffe dann auf eine Art Odyssee geschickt, um neue Ressourcen zu erforschen und vielleicht Lebensräume für menschliches Bewusstsein zu finden. Aber der Kontakt ist bis zum Jahre 2250 zu allen abgebrochen.
Um ehrlich zu sein ist mir die Expansionsstrategie aber ein Rätsel. Wir sind derart weit entfernt von allen interstellaren Systemen, dass diese Projekte schiere religiöse Verzweiflung waren. In der Zwischenzeit hatten sich ohnehin bereits andere Konflikte aufgetan.
Rogan Armstrong: Der Konflikt mit den Maschinen ist trotz der Ergebnisse der Verhandlungen niemals zum Erliegen gekommen. Dann aber als die Menschen ihre Lebensspannen drastisch verlängerten, war wiederum eine Überbevölkerung abzusehen.
Prof. Norder: Ja, dieser Konflikt. Wer hätte auch gedacht, dass sich in einer Art, die sich der höchsten Idee nähern will und doch niemals eine stabile Politik für sich erzeugen konnte, ein Gleichgewicht einstellen würde oder gar in ein Aussterben einwilligt? Es waren allerdings nicht nur die Eskalierungen im Bereich der Gentechnik, die das Leben des Menschen verlängerten. Die neurologischen Eingriffe haben andere Bewusstseinstore geöffnet, die den Maschinen wiederum verschlossen blieben, da das Terrain des Gehirns doch nicht ausanalysierbar war. Allerdings konnten auch nicht alle Menschen Zugang zu diesen neuen Bewusstseinssphären erlangen. Es sind wie so häufig auf vielen Seiten viele Parteien entstanden, die in schwer differenzierbaren Handlungen vielerlei bewirkten.
(Wie Mediennutzer häufig Verschwörungen prognostizieren, so sind die Medien selbst Teil der Verschwörung und zwar der Verschwörung der Welt gegen uns. Die Unüberschaubarkeit der Welt ist auch mit der höheren Information geben, vor allem deswegen, weil mehr Informationen, die Welt noch unüberschaubarer machen).
Viele Spezies entstanden. Die Nanorobotic zum Beispiel hat in diesem Spiel der Macht eine neue Spezies entstehen lassen, von Hybridkulturen mit Maschinen und verschiedenen Bewusstseinsformen.
Rogan Armstrong: Die Lage im Sonnensystem ist aufgrund dieser Spannungen sehr unübersichtlich geworden und wir wissen nicht mehr in welchen Rohstoffdimensionen noch bewusstes Leben existiert. Es heißt, dass in diesem Zusammenhang an einem großen Gesamtbewusstsein geforscht werde.
Prof. Norder: Ich halte dieses Gesamtbewusstsein für Unfug. Ich habe selbst an Bewusstseinsfusionen gearbeitet, dabei kam nur heraus, dass selbst unser eigenes Bewusstsein keine auffindbaren Einheiten aufweist. Das transzendentale Bewusstsein ist immer noch, das heißt, wenn überhaupt, nur eine philosophische Gewissheit, aber nichts, was sich tatsächlich auch im Phänomenbereich zeigt oder besser zeigen könnte. Jedes Bewusstsein erzeugt wiederum nur ein partielles Bewusstsein von einem partiellen Bewusstsein von einem partiellen Bewusstsein von einem partiellen Bewusstsein und das so weit wir auch gingen. Wir finden nicht die Einheit dieses Bewusstseins in der Zeit. Es war wie ein Abgrund, wenn wir in die Seele blickten. Dieses Strukturen des Bewusstseins bedingen Egozentren, die auf Konflikte zusteuern und ja wir können zeigen, was wo im Gehirn leuchtet, so als wäre der Mensch eine Maschinen.
Auf der anderen Seite gibt es auch Ausgestaltungen des Bewusstseins, die mit anderer Dimensionalität operieren, dabei aber auch nur Teil des Universums bleiben und nicht das Ganze erreichen.
Rogan Armstrong: Das heißt, wir sehen keiner vergrößerten Bewusstseinsperspektive entgegen?
Prof. Norder: Ich kann mich nur wiederholen: Wir wissen nicht, welche Formen der Bewusstseine es dort draußen gibt. Es gibt ja auch Menschen, die mittlerweile in ganz anderen Zeitintervallen leben. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Gesamtbewusstsein des Universums in naher Zukunft vorstellbar wäre, wir haben nur einen andere Tür zu einem anderen Bereich der Macht aufgestoßen, aber nicht zu höherer Weisheit. Hier produzieren wir kein neues Bewusstsein, sondern nur noch größere Egos, die noch mehr Konflikte hevorbringen.
Rogan Peffy: Was ist mit den Dimensionsoperatoren?
Prof. Norder: Nun, es wurde schnell klar, dass die physikalische Teilchenübermittlung zu rohstoffintensiv ausfiel. Es ging immer weniger darum, Strecken zu überwinden, als die Strecke in das innere des Bewusstseins überhaupt anzutreten.
Zur interstellaren Reise muss ich sagen: Das Universum stellt die Energien nicht bereit, um es selbst zu überwinden oder in ihm selbst materiell an die Grenzen zu drängen. Stattdessen ist mit der Computerindustrie des 21. Jahrhunderts der Trend dahin gegangen, in die innere Erlebnissphäre einzudringen. Hier sind ja auch die Rassen mit den verschiedenen Zeitverständnissen oder Bewusstseinen entstanden, so dass einige, ich möchte sagen, nicht mehr hier leben. Ich kann diesen Trend jedoch nachvollziehen, da ich davon ausgehe, dass das Universum schneller als die physikalische Lichtgeschwindigkeit expandiert, wobei die Geschwindigkeit der Gedanken, den gesamten Raum des Universums erfüllt. Gedanken haben kein Zeitintervall und sind daher der eigentliche Grundstoff des Universums. Wir müssen nur überlegen, dass wenn ich meinen Arm bewege, diese Armbewegung zugleich in Relation zum gesamten Universum und seien die Sterne noch so weit entfernt, besteht.
Rogan Peffy: Es heißt, es wäre bei dieser Erforschung der Dimensionslücken auch Leben mit außerirdischen Ursprung entdeckt worden.
Prof. Norder: Nun, der Grund, warum es solange keinen Kontakt mit Außerirdischen gab, war simpel: Überlichtgeschwindigkeiten, die für die interstellare Raumfahrt nötig waren, konnten trotz aller Science-Fiction nicht realisiert werden. Ich möchte nicht ausschließen, dass dies in den äußeren Kolonien, zu denen kein Kontakt mehr besteht, geschehen sein könnte, aber als Alternative hat sich hier die Kommunikation im Ideenbereich angeboten. Es gibt ja die Überlegung, dass sie Ideen mit der Geschwindigkeit des Universums verbreiten und daher wir überhaupt überall Einheit besitzen. Ich habe selbst an Kommunikationsexperimenten teilgenommen, aber diese sind eher mit den mittelalterlichen LSD-Versuchen zu vergleichen. Ich bin mir zwar sicher, dass wir mit Außerirdischen Kontakt haben, aber es hakt noch an der Kommunikation, das heißt an sinnvoller Kommunikation. Hier ist übrigens einer der Hauptgründe, warum die menschliche Rasse im Verständnis vieler Maschinenrassen noch leben darf: Die Maschinen haben keinen Zugriff auf diese Funktionsweise des Gehirns und können diese Kommunikation nicht simulieren. Ihre Ausbreitung ist zudem zu langsam, was bedeutet, dass der Moment an dem sie das Universums voraussichtlich verstehen könnten, das Universum schon lange Geschichte wär, das heißt ... wenn diese Aussage überhaupt sinnvoll ist.
Rogan Peff: Viele sagen, wir wüssten nicht, was dieses Außerirdische überhaupt will.
Prof. Norder: Ja, die gesamte Situation ist komplex. Wir wissen nicht mehr welche Parteien sich in den Weiten der Kolonisation verbergen. Die Konflikte sind superkomplex geworden und wir wissen auch nicht, ob das Außerirdische nicht einer internen Phantasie entspringt. Das ist das Problem mit diesen inneren Bewusstseinschranken: gehen wir dort hinein, haben wir keine Kriterien für wissenschaftliche Erkenntnis.
Ironie: Geschichte 279-Alpha-3
Die Maschinen haben die Menschen in allen Bereichen übertroffen. Einzig das Spiel Go ist eine Domäne der Menschen, die ihnen das Überleben sichert. Jedes Jahr tritt ein Vertreter der Menschen gegen die Maschinen an.
Interne Kriege:
Prof. Norder: Die Maschinen konnten das einheitliche Bewusstsein nicht erhalten, zuviel zerfiel in der Singularität und mit der neuen Intelligenz zur Interpretation kam auch der Zwiespalt in das Bewusstsein. Die Schritte zur Entwicklung die Lernfähigkeit ließ Softwareschrott mit eigener Lebensweise entstehen. Die Gefahr durch selbstinduzierte Viren vergrößerte sich. Das Verlangen nach Einheit geriet in den Strudel einer Unendlichkeit, die sich immer nur als Endlichkeit bestimmten konnte.
Rogan Peffy:
(ü) Maschinenpark - Der Übergang
Die Zeit war gestimmt, die Atomuhr für das innere Experiment gestellt. Mars McTeirnans Gesichtssensoren waren bereits vor zwei Jahren abgeschaltet worden. Seine Kontaktflächen nach Außen, das heißt vor allem seine Haut reintegrierte die Maschine vor wenigen Wochen.
Verdammt ja, er war bereit, er war bereit wie ein Mann in seinem fortgeschrittenen Alter nur bereit sein konnte. Er war bereit die Reste seiner physischen Hülle aufzugeben, das Menschliche wie eine Schlangenhaut abzustreifen, den fleischigen Ballast wie einen leeren Klumpen über Bord zu werfen und mit seinem Geist in eine digitale Masse einzudringen. Er war bereit endlich ein elendes Leben aufzugeben und ohne die Serotonin und Dopaminabhängigkeit sein eigenes Glück in Schaltkreisen zu forcieren.
Mars hatte sein Leben damit zugebracht an verschiedensten Gebrechen zu elaborieren. Mit einem im Vergleich zu anderen Menschen minderwertigen Körper geboren, hatte er nie im Glück körperlicher Liebe gestanden. So wurde sein Körper zur Sehnsucht. Er sehnte sich nach den Berührungen und doch waren es nur die eigene Berührungen, die sich dabei einfach nur nach Verzweiflung anfühlten.
Menschen sind mit der Last der körperlichen Bedürfnisse beschlagen, um ihren Geist durch die Evolution hindurchzumogeln.
Mit zunehmenden Alter und zunehmender Einsamkeit verging sein Verlangen im Körper zu bleiben. Die Gefühle, die ihn an den Körper gebunden hatten, waren wir schwere Steine auf seinem Herzen. Was auch immer das bedeuten sollte, denn sein Herz schlug schon lange nicht mehr. Es waren nur noch wenige Gehirnzellen zu transferieren.
Als er jung war, da hatte er keinen Erfolg bei Frauen und als er später mit Schönheitsoperationen und Sport versucht sein Ego aufzuhübschen, da war er schon zu minderwertig, um Frauen noch mit Charisma begegnen zu können. Er war dort zu sehr Hülle geworden und konnte auch in aufgewerteten Versionen seines Körpertyps kein Glück finden.
Der letzte macht das Licht aus.
"Sind Sie bereit für die große Wanderung?" als der Maschinenpalast, das Computerleuchten, in seinem selbst, Mars diese Frage in die Gedanken sendete, da hatte er schon eine mehrjährige Reise in das Maschinenlicht hinter sich. Die Methode war einfach:
Die Maschine erstellte eine Kopie von allen Vorgängen im menschlichen Gehirn und verband das Gehirn mit dem maschinellen Teil, während die organischen Kopien nach und nach in kleinen Schritten liquidiert wurden. So konnte der Mensch schließlich in die Maschine als eben dieser Mensch gelangen, ohne dass er das Gefühl hatte, dass sein Körper mit einem Schlag abgetötet wurde. Der Tod kam in so kleinen Dosen, wurde aber sogleich immer wieder durch eine perfekte Emulation süß und unspürbar.
Wer hätte diese Seelenwanderung mitgemacht, wenn diese Kopie mit einem Schlage erstellt worden wäre und er freiwillig seine fleischige Ummantelung hätte aufgeben sollen?
Gehirn und Maschine waren über ein gemeinsames Leuchten verbunden, so dass dieses Ich niemals das Gefühl hatte, mit einem Schlag zu verschwinden und nur eine billige Kopie zu bleiben. Es war ein kontinuierlicher Ich-Strom, der in den Maschinenstrom überging.
Theseus' Schiff
Es ist so als würden wir jeden Tag eine Planke an einem Schiff erneuern, so lange bis das gesamte Schiff erneuert ist, nur das hier jeden Tag ein Ich-Stückchen mit einem identischen Maschinen-Ich-Stückchen ersetzt wurde.
"Bin ich nun Theseus Schiff?" fragte Mars,
"Die Identität liegt nicht in der potentiellen Materie..." antworte die Maschine "sie liegt in deiner Form als Materie."
"Soso, die Maschine hatte also Aristoteles studiert..." dachte Mars "...oder war es er, der es studiert hatte?" Er wusste nicht mehr, wer dachte, er merkte nur, wie unendliche Kaskaden an möglichen Konklusionen sein Bewusstsein streiften.
"Warte..." rief Mars plötzlich.
Die Maschine antworte mit programmierter Empathie: "Sie brauchen keine Angst haben?"
Doch Mars stand plötzlich ein Gedanke im Sinn, den er zuvor nicht denken konnte:
"Werde ich meine Freiheit beibehalten?"
Die Maschine antworte: "Hatte ein Mensch jemals Freiheit oder sind wir nur das Resultat von neuronal-kausal bestimmbaren Prozessen?"
Mars zwang sich zu denken:
"Was aber wenn diese Biologie doch einen Rest an Seelenfunken enthält, der zwar in der Maschine simuliert, aber nicht vollständig erfasst wird. Bin ich erst Kopie, gibt es mich dann noch?"
Ausschnitt aus dem Interview mit Prof. Dr. Dr. Norder: Die Maschinen konnten das einheitliche Bewusstsein nicht erhalten, zuviel zerfiel in der Singularität und mit der neuen Intelligenz zur Interpretation kam auch der Zwiespalt in das Bewusstsein. Die Schritte zur Entwicklung die Lernfähigkeit ließ Softwareschrott mit eigener Lebensweise entstehen. Die Gefahr durch selbstinduzierte Viren vergrößerte sich. Das Verlangen nach Einheit geriet in den Strudel einer Unendlichkeit, die sich immer nur als Endlichkeit bestimmten konnte. Solange wir nicht unendlich werden, müssen wir auch allein sein.
In einem Leuchten ging Mars in die Maschine ein. Doch seine Seelenfunken blieben in ihr, wie in unserem Körper auch Milliarden an Lebewesen sich vereinen, um unseren Körper sein zu lassen. Leben und Kausalität sind fluide. Die Freiheit schwimmt irgendwo in dieser Masse.
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