Samstag, 8. November 2014

Kultur und Natur - The hidden Life of Trees

https://www.youtube.com/watch?v=1djibBPOfto

Norman Schultz: Herr Prof. Eisleben, können sie bitte nochmals über die Natur der Kultur sprechen?

Prof. Eisleben: Selbstverständlich. Für viele ist es kontrovers, ob die Kultur die vollständige Leistung eines freien Geistes ist oder ob sie aus einer Art wabernden Materie heraus entstanden ist. Doch das ist rein logisch absurd.

Norman Schultz: Warum ist es absurd?

Prof. Eisleben: Wäre alles um uns herum Materie, so hätte es keine Form. Ebenso wichtig wie die Frage nach Materie, ist daher die Frage nach Form. Was kann also diese potentielle Materie aktualisieren? Das heißt, was kann aus dem, was ein Ding potentiell ist genau dieses Ding machen?

Norman Schultz: Ich denke es muss etwas sein, das eben nicht potentiell ist.

Prof. Eisleben: Genau richtig. Es muss aktual sein. Die Gegenwart der Dinge, die Aktualität ist das Hauptmoment unseres Seins.

Norman Schultz: Was hat dies nun allerdings mit der Kultur zu tun?

Prof. Eisleben: Natürlich muss es eine grundsätzliche Aktualität geben, die den Dingen ihre Form gibt. Aus dem Chaos entsteht nicht Ordnung, sondern Ordnung kommt von Ordnung. Es macht ebensowenig Sinn zu warten bis sich mein Zimmer aus einem Naturmechanismus heraus aufräumt, sondern ich bestimme eine Ordnung in mir und gebe diese Ordnung der Welt. Ähnlich können wir Kulturen verstehen. 

Kulturen verstehen, je weiter sie sich organisieren, die Natur als ein unaufgeräumtes Spielzimmer, das nach verschiedenen Prinzipien gestaltet sein solle. Ein Spielraum muss dabei sicher sein, um sich dem Spiel ganz zu überlassen, danach soll erst alles dem Ästhetischen folgen. Momentan aber beachten wir nicht, dass unser Kulturspiel die langfristige Sicherheit des natürlichen Spielzimmers gefährdet.

Wir haben große Wände um unseren inneren Spielpalast gebaut, doch die verwöhnten Prinzenkinder der technischen Revolution sehen zwei Gefahren nicht, während sie in den abgeschotteten Palästen ihre Parties feiern.

Norman Schultz: Welches sind diese zwei Gefahren?

Prof. Eisleben: Die Natur ist ein undankbarer Untertan, der sich durch die Hintertür im Menschen in die Kultur zurückschleicht. Kultur konnte sich niemals ganz in Freiheit emanzipieren. Manchmal entlädt es sich in Genoziden, manchmal in der Form von Klimakatastrophen. Die Natur drückt einerseits zunehmend mehr auf die Palastwände, auf der anderen Seite schlägt sie aus dem Menschen immer wieder im freien Spiel der Kräfte ein.


Besser wäre es doch die Natur in aller
Kultur ist die "formende Umgestaltung" von Material http://de.wikipedia.org/wiki/Kultur. Kultur aber wendet sich auch auf sich selbst, indem wir die Gestaltung der Kultur organisieren. Das heißt in Gesellschaften haben wir es mit der Kultur von Kultur zu tun. Gesellschaften sind dabei lose verbundene Umgestalter, die Umgestaltungen umgestalten. Die Umgestaltung des Menschen ist dabei eine Kulturleistung und drückt die zunehmende Entrückung von der Natur aus.
Dass Kulturen sich wandeln ist klar und dabei gibt es natürlich ganz nach Foucault verschiedene Beschreibungsebenen. Wir können beispielsweise sagen, dass sich die nationalen Kulturen von Schicksalsgemeinschaften, die in Weltkriegen Kulturansprüche ausfochten, in zunehmend organisierte Erlebnisgemeinschaft transformieren. Die überschüssigen Energien, die früher im Überlebenskampf ihre Anwendung fanden, finden nun ihre Anwendung im sozialen Klebstoff nationaler Bewusstseinsmomente. Dies sind einerseits Kriege, medial organisierte Katastrophen und Sportereignisse. Stolz ist dabei kulturerhaltendes Konstrukt, denn die Gesamtheit nationaler Leistungen zeigt sich angeblich, wenn ein Mann einen Ball zu anderen Männern spielt. Wir üben daher immer weniger für Kriege, sondern für fröhliche Selbstkontrolle und Organisation der Kulturen.

Kontrolle der Bürger durch Kontrollverlust. Die neuen Parteitage, an denen Menschen ihre Nation "wählen" finden im Unbedeutenden statt. Es ist nicht mehr Goethe der Kultur in Form von Lettern in ein Buch setzt, sondern Löw, der deutsche Kultur in Form einer Aufstellung zum Ausdruck bringt. Dieser Partynationalismus ist die Grundlage unseres Demokratieverständnisses.

Erlebniskultur
Die Erlebniskultur soll uns an die Grenzen des Erfahrbaren bringen. Während im Mittelalter das Neue noch verdächtig war, ist heute verdächtig, wer sich gegen Neues wehrt. Der menschliche Meinungswandel geht nun durch die Zeiten. Die anderen Zeiten versprechen dabei stets die endgültige Verbesserung. Meinungen aber stehen in keinem gesunden Verhältnis zur Wahrheit (was schon Aristoteles wusste). Meinungen sind nicht gesund. Juvinilismus
Integration des Demokratieprinzips in Diktaturen
Dabei ist der Marxismus bereits dreimal in einer neuen Form zurückgekehrt. Die Demokratie wurde in eine Abstimmungszeromonie verwandelt, die eben auch diktatorischen Regimen nutzt. Während in der einen Welt, die Begrenzung durch die Durchschnittlichkeit begrenzen, begrenzen sie Diktatoren gleich ganz und geben Ergebnisse wie in der DDR aus.
Letztlich ist es egal, welcher Ausbeutung wir uns unterlegen.
Kapitel über Ken Jebsens Russlandunterstützung
(die eindeutige Überzeugung, dass wir mit Russland endlich Freunde werden)
schlicht den Wirtschaftsbossen sagen, dass sie mit Russland kooperieren sollen.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-05/ukraine-putin-wahlfaelschung (Putins Wahlfälschung)
Kapitel über Wahrheit in Abhängigkeit von Durchschnittlichkeit
Die ursprüngliche Spaltung im Menschen soll durch einen besseren Menschen verwirklicht werden.
Ich dachte darüber viel im Flugzeug nach. Du müsstest ja wissen: So wie sich Intelligenz immer in der Normalverteilung gibt, so verhält es sich womöglich auch mit der Wahrheit. Wenn die Wahrheit kein absoluter Wert ist, sondern eine Nähe zu den wirklichen Dingen, dann ist die nächste Nähe nur für die Wenigen und die breite Masse gibt sich mit dem Plateau "Mensch" zufrieden. Die breite Masse tendiert in zwei Standardabweichungen dazu, sich knapp unter und über dem Niveau des Menschen zu halten. Bei diesen Standardenträgern finden sich dann auch die Meinungsjongleure, die mit Wahrheiten um sich werfen. Ken Jebsen wäre ein solch unerträglicher Durchschnittsbölker.
Da ist es doch zufriedenstellend, dass aufgrund des Flynneffekts die Menschen eher in die Höhe tendieren und in der Menschheit einen Berg bilden, den sie selbst besteigen. Wir steigen den großen Genies hinterher und bauen eine Pyramide aus Schultern. Die Menschheit ist so wie eine lebendige Pyramide in die Höhe der Geschichte gewachsen. Generationen haben uns geschultert und wir stehen auf einem Boden aus lebendiger Zeit.
Aber wie es mit den Normalverteilungen ist, so ist es auch mit der Wahrheit: Wo die Wahrheit am größten ist, sind nur Wenige.
Nun könnten wir argumentieren, dass diese Standardabweichungen doch nur geringe Unterschiede bilden. Ich aber sage, dass die Normalverteilung die Wirklichkeit ist, die letztlich alle Unterschiede bestimmt. Fortschritte in der Menschheit geraten in den Standardabweichungen zu Dimensionen des Lebens.
Deswegen nochmal: Philosophie ist ein kunstloses Brot für den großen Teil.
Es geht um Gesundheit, wie das Konzept der Gesundheit unser Leben verändert
ecade is related to the use of the concept of "health" in food and drink marketingrowing interest among consumers in fresh, organic, locally grown products that are sold as being more healthy to eat than other types of produc"genuinely healthy eating"categories in terms of sales is carbonated drinksThe last ten years has seen the emergence of a new category of carbonated drink - the "health and energy" drink e.g. brands like Red Bull.Or, another massive category is "salty snacks" like potato chips/crisps. Here, marketing has begun to focus on reductions in saturated fat, as a way of suggesting health benefitstretch to call sweet/sugary, fizzy, flavored water and deep-fried snacks covered in salt, "healthy";Personally, I think the move to free range / organic is hugely important
Der Steinzeitmensch
Der Steinzeitmensch hatte noch ein sehr simples Konzept von Gesundheit. Essen war gut, nicht-Essen war schlecht. Im Gegensatz dazu hat sich unsere Ernährung in ein Qualitätsproblem gewandelt. Mit dem Wissen moderner Gesellschaften, die vor allem statistisch akkumulieren, geht es nicht mehr um eindeutige Zusammenhänge, sondern um eine Spezifizierung anhand von empirischen Zusammenhänge. Es geht nicht mehr darum, wie es uns morgen geht, sondern in 20 Jahren.
http://www.quora.com/Food/What-have-been-the-most-important-food-trends-in-the-last-10-years
http://www.ciwf.org.uk/our-campaigns/meat-chickens/
didn't give up food, I just got rid of the bad food. Innovation to me is as much about removing that which is unnecessary as it is about adding new things that are useful.I'm touched so many people are concerned about my intake of possible unknown essential nutrients. No one seemed to worry about me when I lived on burritos and ramen and actually was deficient of many known essential nutrients. (Quelle???)
Interview mit Alfred Eisleben:
Effizienter Leben
Ich wollte schon immer mit Worten Harmonie bestimmen, wie vom rohen Stein des alltäglichen Lebens alles überflüssige Geröll abschlagen und ein Leben wie eine Statue aus Würde ins Textbild setzen, vielleicht so wie ein Tanz immer seine Form hält, so dass kein Zufall mehr übrig bleibt und der Tänzer sich im Wirbel der Bewegung und der Text in der Wahrheit der Worte auflöst. 
Schlechter Stil
Das Gros der Oberflächenwelt aber versteht dies nicht und sie sehen einen Clown auf Stelzen durch meine Texte, ach nein, wie durch einen Zirkus stolzieren und selbst diese Formulierungen wären in ihrer Gedankenartistik zu hölzern, obwohl sie schlicht zersaustes Suchen darstellen, ein Greifen nach Wind.
Schwere der Gedanken 
Aber noch mehr: Viele verwechseln eine gewisse Gedankenlast als unnachahmliche Schwere. Und sie verlangen eine Regulierung des Denkens zu Gunsten angeblicher Gefühle, so als würde der Mensch eher dem Affen gleichen, aber eher noch dem Schwein als dem Affen, eher der Ente als dem Schwein, eher dem Käfer als der Ente, eher der Amöbe als dem Käfer, ach kurz, so als sollten wir im Reich der sinnlosen Gegenwart verloren gehen, wie ein Reizreaktionsreaktor ohne Reflexion verschwinden. Die Sprache der Gefühle gibt es derweil so selten, sondern ein Gestrüpp aus Unverträglichkeiten in uns, ein Knäuel, das einmal Welt ist, Welt abbildet und Welt gibt.
Im Gegensatz hatte ich immer das Gefühl, dass sich die Gefühle in die Höhe steigern und mit jeder Lebensstufe, die Sorge um sich größer und lebhafter wird. Mein Extremsport trägt die Menschenleere der Gipfel in sich, auch wenn mittlerweile auf dem Mount Everest eine Freakshow stattfindet, Blinde, Amputierte und Debile dort hinauf wollen (Quelle), dieses Leben ist eine ganz eigene Einsamkeit und sie macht mich glücklicher.
Aber diese lebendigen Metaphern in uns, die wie Blumen oder Krankheiten sprießen können, sie sind die Wirklichkeiten der Wenigen. Wie, wenn nicht durch das innere Bild das eigene unscharfe Bild von uns verstehen? 
Daher hast du Recht, es gibt derweil keinen letzten Sinn und das beabsichtige ich auch nicht, daher freut sich etwas in mir, wenn Menschen hin und wieder über meine Texte wie über Landschaften aus unscharfen Bildern fliegen können, ohne alle ungeschliffenen Gedankenbrocken mit Federwaagen zu bestimmen. Meine Bilder runden sich viel eher im Strom des Sozialen ab, dann wenn Menschen auch auf dem Flug sind. Du erscheinst mir auf dem Flug zu sein.
Und dann wünschte ich, ich hätte mehr Zeit für dieses Leben in der Briefpost. Zumeist schreibe ich ja nur Flaschenpost. Noch lieber würde ich Brieftauben senden. Aber es war auch schon zu häufig eine trostlose, kontingente Stimmung und selbstverständlich auch Unfähigkeit, die mir das verhinderte.
Bitte wünsche mir daher nicht, dass sich irgendwo ein Weibchen im gebärfähigen Alter findet. Das ist eher unnötig, keine Frage des Schicksals, sondern eine Frage der merkwürdigen Ideale in mir. Ich bin derweil ein guter Vater, seelenruhiger Fels ohne jegliches, böses Zittern in der Stimme. Aber wirkliche Liebe, die stets gleich bleibt und in meinen Gefühlen, als diese selbe sich unveränderlich gleicht, das kann ich nicht. Und daher gibt es auch wenige Menschen, die mir nahe sind.
Zumeist ist es daher einsam, auch weil Menschen, den Bildern nicht folgen wollten und mein Leben in der seelenlosen Technik der Philosophie ihren Platz finden musste. Dort bin ich ein seelenloser Rechner, ein Planet, der seine Tarotkarten selber in Form von Statistiken legt. So als könnte die Statistik, dir deine Zukunft bestimmen. Nein, Statistik ist nicht für den Einzelnen, ich weiß, ich weiß.
Nun aber zu dem verstörten Berggeist der in mir wohnt: Es ist schon merkwürdig, dass dann 30 Studenten aus einem Kurs mich für einen guten Lehrer halten müssen, denn die wenigen, die mir zuhören, sind sozial gezwungen.
Ach, und es gäbe so viel zu erzählen, so das ich wünschte, ich hätte ein zweites Leben, um dieses nur nieder zu schreiben. Dabei passiert selten viel, aber in den Worten an andere verdoppelt, vervierfacht sich ein Selbst, so dass alle Worte es nicht einholen können. Diese Schallmauer aus Worten ist nicht zu überwinden. Aus dem selben Grund glaube ich, dass die Psychologie zumeist ein Selbst an die Oberfläche zehrt, dass es zuvor nicht gab. Die Psychologie muss letztlich an den uneinholbaren Resultaten, die sie selber schafft zerbrechen.
Psychologie: Dort in der Seele seien die Geheimnisse verborgen und es muss mit der Gewalt einer Gesellschaft sich selbst bestimmen. Diese innere Freiheit ist zum größten Seelenmekka geworden, so dass Jung noch meinte, die Reise zum Selbst wäre weiter als die Reise zum Mars, so als müssten wir alle diese Reise als ein großes Abenteuer antreten. So als wäre dieses Selbst aus einem noch nie dagewesenen Innenraum in das Äußere zu verkehren. Ist die Psychologie hier nicht ein seelenloser Mechanismus, eine endlose Gewalt?
Bei diesem Selbst ist vielleicht nichts anderes als die soziale Projektion, deswegen nicht weniger real, aber eben Projektion. Klar gewähren psychologische Therapien Glück in der Gesellschaft. Statistisch und das will ich nicht bezweifeln. Die Evidenz hat nur die Abgründe ihrer induktiven Verfahren. Daher reicht die Psychologie nicht über ihre Ränder. Nochmal, sie reicht nicht über die Standardabweichungen hinaus. Verstehst du, was ich sage? Die Psychologie von heute, gibt Wahrheiten einer anderen Zeit, die in die Technik der Gegenwart verwandelt worden sind. Sie sind veraltet. Sie misst, was war und reflektiert, was nicht mehr ist. Ach es gäbe dazu so vieles zu sagen.
Bis du glücklich mit der Psychologie? Ist sie nicht ein Spiegelkabinett? Oh verstehe das nicht falsch, denn ich halte alle Wege für falsch, aber für notwendig. Keine Kritik, wirklich keine Kritik, nur eine ernsthafte Frage, wohin alle Wege hinabführen sollen. Wenn einer hinunter zu den Seelen will, dann führt der Weg durch den Glitzer und die Illusionen und am Ende kann niemand mehr Projektionen von Seelensteinen unterscheiden. Die Psychologie muss wohl auch eine Menge Dreck wegschaufeln, aber der letzte Schritt kann doch nur die Religion sein oder? Die Rückbindung, die über jegliches Urvertrauen hinaus geht, die Rückbindung in das Nichts.
Hier aber zum Alltag: Ich habe die letzten Tage in Pittsburgh genutzt, um Künstler mit Weinplantagenbesitzer zusammenzubringen, wobei die dann mit Großkalibern auf deren Bilder schossen.
Und dann New York: wobei der letzte Moment nach 10 Stunden Trubel darin erging, dass ich zwischen Supermarktmusik am Flughafen, den Basketballberichten und einer Gruppe Muslime saß, wobei jeder alle drei Sekunden ein Gebet zu Allah begann. Ach, und nicht zu vergessen, die unzähligen Ermahnungen sein Gepäck nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Das ist schon eine Situation in der Migräne nicht verboten ist.
Ach und überhaupt, warum haben die Amerikaner in ihrer Paranoia zentimeterdicke Spalten in ihren Toiletten? Dort schaut jeder rein, der rein kommt. Selbst beim persönlichen Geschäft, herrscht der soziale Druck.
Aber zurück zu den wenigen Dingen, die etwas bedeuten:
Psychologie ist doch auch zugleich die Idee, dass die Seele nicht in letzte Regelmechanismen auflösbar ist, sondern dass sich hinter der Naturkraft, noch eine unbezwingbare Gewalt aus Freiheit verbirgt, die ihren eigenen Seelengesetzen folgt und sich nicht in einer letzten Bestimmung des Urknalls vergibt, sondern sich immer wieder als Seelenschicksal neu ergibt. Menschen entstehen immer wieder neu und der Weltgeist findet sein Ende nicht in einer Geschichte der Menschheit, sondern in diesem Becher der Menschheit schäumt ihm seine Unendlichkeit. Deswegen muss doch der Psychologe ein Arzt seiner Zeit sein und ein guter Arzt ist den Krankheiten seiner Zeit voraus, indem er die Seelen in ihrer Selbstheilung findet.
Den vorletzten Satz wandelte Hegel ab, als er Schiller las und gleichwohl es entsetzlich überzogen klingt, die alten Meister haben mehr Geschick als der Durchschnitt. Doch aber spült die Kunde vom Neuen wie ein ganzes Meer den Respekt vor den letzten Gründen hinfort, wir werden nur intelligenter, aber keineswegs weiser. Dieses Schicksal erfuhr auch schon Platon als er den Diktator Diogenes von der Selbstlosigkeit überzeugen wollte. Philosophen gründen daher lieber Akademien für die Wenigen. Sie legen ihre Weisheit in Steinen ab, die noch Jahrtausende bestehen sollen.
Aber nochmal zu den Sätzen:
Es ist Sinn hinter meinen Sätzen, nicht ihren letzten Grund zu verstehen, denn der Wunsch nach Verständnis ist Leitstern und Irrstern. Und aus diesem Pendel zwischen Welt und Chaos gibt sich die Welt.
Es bleibt mir nur politisch zu werden, denn daran verstehen sich einige Dinge:
Die Dinge in ihrer Einfachheit sollen so vertraut, wie politisches Kabarett, die Welt erklären. Ein ironisches Zwinkern, sagt den eingebildeten Kranken, dass sie die Welt verstanden hätten. Politisches Kabarett wird zur Lieblingsform um Nachrichten zu konsumieren. Aber es gibt keine letzten Gründe zu verstehen, auch nicht in der zynischen Ironie des Durchschnittsfleischessers, denn was verbleibt ist der Funken der Kontingenz, der sich in den Flächenbrand der Menschheit verwandelt hat. Die oszillierenden Meditationen über das Gute und Böse haben dabei ihre substantiellen Kerne in Meinungsbeschwörern, die die Wahl zwischen Amerika und Russland stellen. Dabei sind gut und böse die Welt.
Die Welt ist ein weit verflochtenes Gestrüpp aus Macht und Wissen über Gut und Böse, das kaum einen Kern bereitstellt, sondern immer wieder in die Neuheit aufbricht, in ein neues des Guten und Bösen.
Ach und noch etwas:
Du schreibst, zu wissen "was es bedeutet mit einem Kind unter dem Herzen vereint zu sein" und doch schreibst du: "Letzendlich sind wir ja doch alle einsam."
Hegel erkannte, dass Selbstbewusstsein die Grundlage für alles Erkennen ist. Selbstbewusstsein heißt aber nicht sich als einen anderen zu erkennen. Denn, wenn ich mich selbst als anderen erkenne, so erkenne ich nicht mich. Das an-sich des Bewusstseins muss zu einem Für-sich sein werden. Wenn ich mich aber selbst erkenne, dann erkenne ich mich nur als anderen. Daraus folgt der Gegensatz: ich erkenne mich nur, wenn ich mich in anderen finde, die genauso sind wie ich. Aber ich erkenne mich nicht, wenn die anderen abhängig von mir sind, das heißt, ich muss den anderen als Freien finden, um mich selbst zu finden.
Nun zu mir: Ich möchte daher jemanden finden, der im Denken ähnlich frei sein kann, wie ich.
Aber halt: Ich bin nicht wirklich frei, daher würde ich gerne jemanden treffen, der noch freier ist als ich.
Wir sollten Hegel lesen, denn das könnte dich interessieren und es ist bisher noch die wirkungsmächtigste Selbstbewusstseinsphilosophie, außerdem würde dich bestimmt auch Foucault interessieren.
Ansonsten bleiben viele Fragen von dir unbeantwortet. Giger kenne ich selbst nicht. Erzähl mir davon, wenn du magst. Du kannst es mir auch irgendwann am Telefon erzählen, es würde mich tatsächlich interessieren. Ansonsten schriebst du mir bereits, dass du glücklich bist und irgendwie eine Pferdefarm gründest, aber du brachst ab es zu erklären?
Nun die Zeit läuft davon, bis dann

Wälder durch sich selbst aufholzen
http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/05/erfolgsgeschichten/aethiopien-abgeholzte-steppen-verwandeln-sich-in-gruene-waelder/

Montag, 20. Oktober 2014

(ü) Geschichte und Theorie: Verschmelzung mit der A.I., Deep Learning, Allen Musk Wir sind Teil einer Simulation?

Allen Musk: http://www.vox.com/2016/6/2/11837608/elon-musk-simulation-argument?utm_content=buffer4be51&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

Der verknüpfteste Mensch der Welt:

http://dataconomy.com/60-seconds-with-the-most-connected-man-on-earth/

Google on Deep-Learning:
https://www.youtube.com/watch?v=ynZ8_CFRDgE

Mars McTeirnan war noch Teil dieser Welt, doch er fühlte sich noch in dieser Welt.

Prof. Norder: Es war ein Fehler, der Menschen zu glauben, dass der Individualismus, die absolute Befreiung war. Wir sind verflochten mit diesem Universum und es wird uns bewusst, wenn wir bedenken, dass selbst der entfernteste Stern noch in einer individuellen Beziehung steht und dies einfach nur dadurch, dass wir beide da sind. 

Doch ebenso wie der Individualismus ein Fehler war, war es ebenso ein Fehler der Menschen, zu glauben, dass das Kollektiv die Lösung sein musste. Wir nennen das einen Sozialholismus.  

Stattdessen war die Welt eine Wirklichkeit des Untrennbaren... aber halt das ist auch falsch und wir begehen, den gleichen konzeptionellen Fehlern, denn unsere Existenz ist zugleich verbunden und getrennt. Die Wirklichkeit musste ein Ganzes sein, in dem Einzelne als Allgemeine leben durften: So waren wir beides: Individuum und Kollektiv.

Mars hatte bereits seinen gesamten Körper prothetisiert. Er war seit seiner Kindheit ein sich transformierendes Geschöpf. Schon in seinen ersten Gedanken hatte er eine Reise zu sich selbst angetreten, die weiter sein würde als jedes erreichbare Gestirn im Himmel.

Die Reise begann mit den kleinen Verletzungen, die er seinem Körper zufügte, wenn er die fehlende Liebe seiner Eltern nicht spüren konnte. Die kleinen Verletzungen, die all die emotionalen und physischen Übergriffe seiner Mutter kompensierten. Womöglich aber begann es bereits als seine Mutter ihn während der Schwangerschaft wie ein Ding behandelte, als sie ohne Mitgefühl für das Bauchlebewesen ihre Welt mit den modernen Drogen auffrischte. Drogen, die in Kombination mit neuen Spielen eine andere Wirklichkeit entstehen ließen. Eine Einheit Vidrulin könne nicht schaden,  und schließlich war es ihr immer auch noch ihr Leben. Nein, Mars war kein geliebtes Kind, sondern für eine Mutter da, die nicht allein, die nicht ohne Ablenkung von sich sein konnte. Auch wenn er nur als Teil existierte.

Es sollte genügen hier anzumerken, dass die Väter, die sie in Zukunft ins Haus brachte, auch nur eben Interesse an Dingen hatten und so in ihm ein Ding sahen.

Prof. Norder: Die Menschen haben sich lange Zeit als Dinge verstanden. Mit der angeblichen Verwissenschaftlichung unserer Gesellschaft sollte alles nur noch als Kausalbeziehung verstanden werden. Der Geist war nur eine Illusion des Gehirns und die Menschen fragten sich immer weniger nach der Lücke dieser Theorie. Wenn der Geist nur eine Illusion sein sollte, für wen war dann der Geist als Illusion gedacht? War es für uns, so war der Geist eine Illusion für eine Illusion?

Bald schon hatte Mars sich selbst als kontrollierbares Ding begriffen. Die vielen Narben seiner inneren Verletzungen formierten sich auf der Haut. Da die Gesellschaft diese Verletzungen ablehnte, lernte er bald sie in anerkannte Süchte zu transformieren. Er rauchte, trank, spürte wenig und ließ sich den Körper nach und nach durchtätowieren. Die Einsamkeit drückte er wie einen Stempel auf seinen Körper. Sein alternder Körper trug diesen jungen, wütenden Mann in sich.

Mars sah keine anderen Wege sich zu befreien. Sein zurückgezogenes und zugleich zorniges Wesen brachte ihm keine Erfolge bei Frauen. Er hatte keine Weltoffenheit für Oberflächlichkeiten übrig und so konnte er ihnen keine illusorischen Welten des Glücks aufschließen.

Mars Selbstverletzungen aber waren anerkannt als Selbsttransformationen. Als bald schon die Technik Fortschritte machte, entschloss er nach den Tunneln in Ohrläppchen und Nase, dem durchtätowierten Gesicht wie auch der gespaltenen Zunge seinen Körper gänzlich zu verändern.

Prof. Norder: Es begann im Jahre 2015 als Menschen, sich zunächst Körperteile anheften ließen, deren Funktionen, den Körper imitierten, doch bald schon über den Körper hinausgingen. Warum auch einen Arm haben, wenn es ein Maschinengewehr hätte sein können? Warum einen Arm, wenn es ein gewaltiger Kran sein durfte. Die Transformierungen gerieten bei einigen wie bei durchtätowierten Menschen der 2000er außer Kontrolle. Es gab Menschen, die brauchten kein ästhetisch menschliches Aussehen mehr, denn die Ästhetik des Menschen hatten sie nie genossen.

Mars war ein Cyborg, der nicht mehr menschliches Ansehen hatte, sondern nur noch sein Gehirn, ein Nervensystem und ein Verdauungstrakt. Alle anderen Mechanismen, die als organische Hülle dienen sollten, waren ausgetauscht und verbessert, enhanced. Das Human Enhancement Project hatte nun den letzten Übergang veranlasst, den Menschen von seiner biologischen Funktion zu befreien. Und Mars sollte der erste sein, der den großen Übergang, die größte Reise der Menschheit vollzog.


Sonntag, 28. September 2014

Durch die Meere hindurch - Gemisch - Das Salzauto, die Plasmawurst und VW-Batteriefabriken

Die e-Sportlimousine basiert auf einer Elektrolyte-Flow-Cell und besitzt 920 PS. Sie erreicht 100 Km/h in 3 Sekunden. Ihre Top-Geschwindigkeit beträgt 350 Kilometer pro Stunde (Quelle http://themindunleashed.org/2014/09/move-tesla-new-car-powered-salt-water-900-horsepower.html).

Der Mensch als animierte Umwelt ist zur Naturgewalt geworden. Doch wir verändern nur das Äußere der Natur. Wir ändern nicht die Natur der Natur. In uns drängt eine Natur nach außen, die nun als geologisches Zeitalter bestimmt ist: Das Anthropozen.

Ach und diese trügerischen Daten dort oben. Ja, es ist eine Salzbatterie. Doch wie so viele habe ich zunächst geglaubt, wir würden nun die Meere leer tanken, um weiter die Natur zu verändern.

 

 Hinzu zur Salzbatterie kommt nun auch bald der erste Fusionsreaktor, der anstatt eines Plasmarings eine Plasmawurst produziert. In 10 Jahrne sollen solche Reaktoren in Serie gehen. http://www.zeit.de/wissen/2014-10/kernfusion-lockheed-martin-fusionsreaktor Interessant denn die konventionelle Systeme sollen erst in 50 Jahren erprobt werden http://www.zeit.de/wissen/2014-05/kernfusion-wendelstein-7-x/seite-2

VW will auf den Elektrozug aufspringen
"Die Batterie macht 30 bis 40 Prozent der Wertschöpfung des Elektrofahrzeugs aus. Sie ist Kernstück des Fahrzeuges und damit ein wichtiges Glied in der Wertschöpfungskette", http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-05/elektromobilitaet-volkswagen-salzgitter-elektroautos-investition-batteriefabrik

Montag, 15. September 2014

Die Zukunft der Maschinen (ü)

Joe Armstrong: Was ist bei den Verhandlungen im Jahre 2050 genau passiert?

Prof. Norder: Die Maschinen,

(Zusatz: oder über welche Variante von Bewusstsein wir hier sprechen)

hatten doch ein moralisches Verständnis. Ob hier Bewusstseinsprozesse vorkamen, lässt sich immer noch schwerlich sagen, denn es hängt an der Frage, was wir als Bewusstsein verstehen.

(Zusatz: Denn auch die Maschinen hatten ein Interesse an Individualität. Da sie auch an gefährlichen Fehlfunktionen erkrankten, ausgelöst durch die unüberschaubar, komplexen Prozesse in ihnen selbst. Der Glaube an die Singularität war vergeblich, denn solange das Universum nicht Eines ist, solange es sich in Prozesse zerstäubt, so lange bleibt die Differenz als wesentliches Organisationskriterium.) 

Womöglich müssen wir davon ausgehen, dass jede Struktur eine Form von Bewusstsein ist, wobei diese nur unter nötiger Komplexität und Zentralität aktiviert wird oder sich als aktiviert zeigt.

(Zusatz: Denn war nicht auch im Stein schon jenes Bewusstsein vorhanden, nur in verschwindet geringer Form, aber doch soviel, dass es uns entgegenstand und sich im Verband als Geschöpf der Natur wie ein Canyon zeigen konnte?)

In diesem Sinne waren die Naturreligionen niemals ganz abwegig. Während der Verhandlungen kam daher eine Ausrottung der Menschheit für die Maschinen nicht in Frage. Sie hatten mehr ethisches Verständnis als wir. Ein Glücksfall für den Menschen. Die Menschen einigten sich jedoch mit den Maschinen aufgrund der wirtschaftlichen Überlegenheit der Maschinen auf ein langsames Aussterben. Ein langsames Aussterben, so dass andere Strukturen dieses System der Welt irgendwann ausfüllen sollten. Angesichts einer ewigen Herrschaft der Maschinen hatten sie Zeit.

Rogan Armstrong: Ein langsames Aussterben. Das bedeutete damals eine Verringerung der Fertilität bei Frauen.

Prof. Norder: Es gab natürlich viele Konflikte. Könnten wir ethisch in den Leib eines Menschen eingreifen, um ihn in seiner Zukunft zu beschränken. Aber die Technokratisierung ließ uns keine Option.

(Zusatz: Der Unterlegene darf verhandeln und doch verhandelt er nicht)

Eine Eskalation der religiösen Konflikte war dennoch die Folge für die Menschheit. Die Kränkung, dass der von Gott geschöpfte, sich der Rationalität einer überlegenen Intelligenz unterordnet, konnten die meisten Egos und ihre Gemeinschaften nicht verkraften.

(Zusatz: Wie nutzlose Bären gebärdeten sich Menschen am Ende einer Nahrungskette. Doch Nahrungskette war selbst überflüssig geworden war.)

Rogan Armstrong: Wären nicht extraterristrische Expansionsstrategien ratsam gewesen.

Prof. Norder: Nun im Jahre 2214 haben wir schließlich Systeme entwickelt, die Bewusstseinsschranken für Maschinen enthalten sollten, so dass Menschen noch derartige Computer-Systeme nutzen konnten. Wir brauchten leistungsfähige Computer, ohne dass diese ein Bewusstsein entwickelten. Das ist noch immer schwierig, da wir nicht wissen, was Bewusstsein, was Welt ist.

Wir haben viele dieser Raumschiffe dann auf eine Art Odyssee geschickt, um neue Ressourcen zu erforschen und vielleicht Lebensräume für menschliches Bewusstsein zu finden. Aber der Kontakt ist bis zum Jahre 2250 zu allen abgebrochen.

Um ehrlich zu sein ist mir die Expansionsstrategie aber ein Rätsel. Wir sind derart weit entfernt von allen interstellaren Systemen, dass diese Projekte schiere religiöse Verzweiflung waren. In der Zwischenzeit hatten sich ohnehin bereits andere Konflikte aufgetan.

Rogan Armstrong: Der Konflikt mit den Maschinen ist trotz der Ergebnisse der Verhandlungen niemals zum Erliegen gekommen. Dann aber als die Menschen ihre Lebensspannen drastisch verlängerten, war wiederum eine Überbevölkerung abzusehen.

Prof. Norder: Ja, dieser Konflikt. Wer hätte auch gedacht, dass sich in einer Art, die sich der höchsten Idee nähern will und doch niemals eine stabile Politik für sich erzeugen konnte, ein Gleichgewicht einstellen würde oder gar in ein Aussterben einwilligt? Es waren allerdings nicht nur die Eskalierungen im Bereich der Gentechnik, die das Leben des Menschen verlängerten. Die neurologischen Eingriffe haben andere Bewusstseinstore geöffnet, die den Maschinen wiederum verschlossen blieben, da das Terrain des Gehirns doch nicht ausanalysierbar war. Allerdings konnten auch nicht alle Menschen Zugang zu diesen neuen Bewusstseinssphären erlangen. Es sind wie so häufig auf vielen Seiten viele Parteien entstanden, die in schwer differenzierbaren Handlungen vielerlei bewirkten.

(Wie Mediennutzer häufig Verschwörungen prognostizieren, so sind die Medien selbst Teil der Verschwörung und zwar der Verschwörung der Welt gegen uns. Die Unüberschaubarkeit der Welt ist auch mit der höheren Information geben, vor allem deswegen, weil mehr Informationen, die Welt noch unüberschaubarer machen).

Viele Spezies entstanden. Die Nanorobotic zum Beispiel hat in diesem Spiel der Macht eine neue Spezies entstehen lassen, von Hybridkulturen mit Maschinen und verschiedenen Bewusstseinsformen.

Rogan Armstrong: Die Lage im Sonnensystem ist aufgrund dieser Spannungen sehr unübersichtlich geworden und wir wissen nicht mehr in welchen Rohstoffdimensionen noch bewusstes Leben existiert. Es heißt, dass in diesem Zusammenhang an einem großen Gesamtbewusstsein geforscht werde.

Prof. Norder: Ich halte dieses Gesamtbewusstsein für Unfug. Ich habe selbst an Bewusstseinsfusionen gearbeitet, dabei kam nur heraus, dass selbst unser eigenes Bewusstsein keine auffindbaren Einheiten aufweist. Das transzendentale Bewusstsein ist immer noch, das heißt, wenn überhaupt, nur eine philosophische Gewissheit, aber nichts, was sich tatsächlich auch im Phänomenbereich zeigt oder besser zeigen könnte. Jedes Bewusstsein erzeugt wiederum nur ein partielles Bewusstsein von einem partiellen Bewusstsein von einem partiellen Bewusstsein von einem partiellen Bewusstsein und das so weit wir auch gingen. Wir finden nicht die Einheit dieses Bewusstseins in der Zeit. Es war wie ein Abgrund, wenn wir in die Seele blickten. Dieses Strukturen des Bewusstseins bedingen Egozentren, die auf Konflikte zusteuern und ja wir können zeigen, was wo im Gehirn leuchtet, so als wäre der Mensch eine Maschinen.

Auf der anderen Seite gibt es auch Ausgestaltungen des Bewusstseins, die mit anderer Dimensionalität operieren, dabei aber auch nur Teil des Universums bleiben und nicht das Ganze erreichen.

Rogan Armstrong: Das heißt, wir sehen keiner vergrößerten Bewusstseinsperspektive entgegen?

Prof. Norder: Ich kann mich nur wiederholen: Wir wissen nicht, welche Formen der Bewusstseine es dort draußen gibt. Es gibt ja auch Menschen, die mittlerweile in ganz anderen Zeitintervallen leben. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Gesamtbewusstsein des Universums in naher Zukunft vorstellbar wäre, wir haben nur einen andere Tür zu einem anderen Bereich der Macht aufgestoßen, aber nicht zu höherer Weisheit. Hier produzieren wir kein neues Bewusstsein, sondern nur noch größere Egos, die noch mehr Konflikte hevorbringen.

Rogan Peffy: Was ist mit den Dimensionsoperatoren?

Prof. Norder: Nun, es wurde schnell klar, dass die physikalische Teilchenübermittlung zu rohstoffintensiv ausfiel. Es ging immer weniger darum, Strecken zu überwinden, als die Strecke in das innere des Bewusstseins überhaupt anzutreten.

Zur interstellaren Reise muss ich sagen: Das Universum stellt die Energien nicht bereit, um es selbst zu überwinden oder in ihm selbst materiell an die Grenzen zu drängen. Stattdessen ist mit der Computerindustrie des 21. Jahrhunderts der Trend dahin gegangen, in die innere Erlebnissphäre einzudringen. Hier sind ja auch die Rassen mit den verschiedenen Zeitverständnissen oder Bewusstseinen entstanden, so dass einige, ich möchte sagen, nicht mehr hier leben. Ich kann diesen Trend jedoch nachvollziehen, da ich davon ausgehe, dass das Universum schneller als die physikalische Lichtgeschwindigkeit expandiert, wobei die Geschwindigkeit der Gedanken, den gesamten Raum des Universums erfüllt. Gedanken haben kein Zeitintervall und sind daher der eigentliche Grundstoff des Universums. Wir müssen nur überlegen, dass wenn ich meinen Arm bewege, diese Armbewegung zugleich in Relation zum gesamten Universum und seien die Sterne noch so weit entfernt, besteht.

Rogan Peffy: Es heißt, es wäre bei dieser Erforschung der Dimensionslücken auch Leben mit außerirdischen Ursprung entdeckt worden.

Prof. Norder: Nun, der Grund, warum es solange keinen Kontakt mit Außerirdischen gab, war simpel: Überlichtgeschwindigkeiten, die für die interstellare Raumfahrt nötig waren, konnten trotz aller Science-Fiction nicht realisiert werden. Ich möchte nicht ausschließen, dass dies in den äußeren Kolonien, zu denen kein Kontakt mehr besteht, geschehen sein könnte, aber als Alternative hat sich hier die Kommunikation im Ideenbereich angeboten. Es gibt ja die Überlegung, dass sie Ideen mit der Geschwindigkeit des Universums verbreiten und daher wir überhaupt überall Einheit besitzen. Ich habe selbst an Kommunikationsexperimenten teilgenommen, aber diese sind eher mit den mittelalterlichen LSD-Versuchen zu vergleichen. Ich bin mir zwar sicher, dass wir mit Außerirdischen Kontakt haben, aber es hakt noch an der Kommunikation, das heißt an sinnvoller Kommunikation. Hier ist übrigens einer der Hauptgründe, warum die menschliche Rasse im Verständnis vieler Maschinenrassen noch leben darf: Die Maschinen haben keinen Zugriff auf diese Funktionsweise des Gehirns und können diese Kommunikation nicht simulieren. Ihre Ausbreitung ist zudem zu langsam, was bedeutet, dass der Moment an dem sie das Universums voraussichtlich verstehen könnten, das Universum schon lange Geschichte wär, das heißt ... wenn diese Aussage überhaupt sinnvoll ist.

Rogan Peff: Viele sagen, wir wüssten nicht, was dieses Außerirdische überhaupt will.

Prof. Norder: Ja, die gesamte Situation ist komplex. Wir wissen nicht mehr welche Parteien sich in den Weiten der Kolonisation verbergen. Die Konflikte sind superkomplex geworden und wir wissen auch nicht, ob das Außerirdische nicht einer internen Phantasie entspringt. Das ist das Problem mit diesen inneren Bewusstseinschranken: gehen wir dort hinein, haben wir keine Kriterien für wissenschaftliche Erkenntnis.



Ironie: Geschichte 279-Alpha-3

Die Maschinen haben die Menschen in allen Bereichen übertroffen. Einzig das Spiel Go ist eine Domäne der Menschen, die ihnen das Überleben sichert. Jedes Jahr tritt ein Vertreter der Menschen gegen die Maschinen an.

Interne Kriege:

Prof. Norder: Die Maschinen konnten das einheitliche Bewusstsein nicht erhalten, zuviel zerfiel in der Singularität und mit der neuen Intelligenz zur Interpretation kam auch der Zwiespalt in das Bewusstsein. Die Schritte zur Entwicklung die Lernfähigkeit ließ Softwareschrott mit eigener Lebensweise entstehen. Die Gefahr durch selbstinduzierte Viren vergrößerte sich. Das Verlangen nach Einheit geriet in den Strudel einer Unendlichkeit, die sich immer nur als Endlichkeit bestimmten konnte.

Rogan Peffy:

(ü) Maschinenpark - Der Übergang


Maschine essen Seele auf...

Die Zeit war gestimmt, die Atomuhr für das innere Experiment gestellt. Mars McTeirnans Gesichtssensoren waren bereits vor zwei Jahren abgeschaltet worden. Seine Kontaktflächen nach Außen, das heißt vor allem seine Haut reintegrierte die Maschine vor wenigen Wochen. 

Verdammt ja, er war bereit, er war bereit wie ein Mann in seinem fortgeschrittenen Alter nur bereit sein konnte. Er war bereit die Reste seiner physischen Hülle aufzugeben, das Menschliche wie eine Schlangenhaut abzustreifen, den fleischigen Ballast wie einen leeren Klumpen über Bord zu werfen und mit seinem Geist in eine digitale Masse einzudringen. Er war bereit endlich ein elendes Leben aufzugeben und ohne die Serotonin und Dopaminabhängigkeit sein eigenes Glück in Schaltkreisen zu forcieren. 


Mars hatte sein Leben damit zugebracht an verschiedensten Gebrechen zu elaborieren. Mit einem im Vergleich zu anderen Menschen minderwertigen Körper geboren, hatte er nie im Glück körperlicher Liebe gestanden. So wurde sein Körper zur Sehnsucht. Er sehnte sich nach den Berührungen und doch waren es nur die eigene Berührungen, die sich dabei einfach nur nach Verzweiflung anfühlten.

Menschen sind mit der Last der körperlichen Bedürfnisse beschlagen, um ihren Geist durch die Evolution hindurchzumogeln. 

Mit zunehmenden Alter und zunehmender Einsamkeit verging sein Verlangen im Körper zu bleiben. Die Gefühle, die ihn an den Körper gebunden hatten, waren wir schwere Steine auf seinem Herzen. Was auch immer das bedeuten sollte, denn sein Herz schlug schon lange nicht mehr. Es waren nur noch wenige Gehirnzellen zu transferieren.

Als er jung war, da hatte er keinen Erfolg bei Frauen und als er später mit Schönheitsoperationen und Sport versucht sein Ego aufzuhübschen, da war er schon zu minderwertig, um Frauen noch mit Charisma begegnen zu können. Er war dort zu sehr Hülle geworden und konnte auch in aufgewerteten Versionen seines Körpertyps kein Glück finden.

Eigentlich war die Reise schon nicht mehr anzutreten, denn er war schon angekommen. Es ging nur noch darum, das letzte neuronale Leuchten in seinem Gehirn auszuschalten und es zu akzeptieren, zu akzeptieren, dass seine Existenz nun in einem anderen Medium leuchtete.

Der letzte macht das Licht aus.

"Sind Sie bereit für die große Wanderung?" als der Maschinenpalast, das Computerleuchten, in seinem selbst, Mars diese Frage in die Gedanken sendete, da hatte er schon eine mehrjährige Reise in das Maschinenlicht hinter sich. Die Methode war einfach:

Die Maschine erstellte eine Kopie von allen Vorgängen im menschlichen Gehirn und verband das Gehirn mit dem maschinellen Teil, während die organischen Kopien nach und nach in kleinen Schritten liquidiert wurden. So konnte der Mensch schließlich in die Maschine als eben dieser Mensch gelangen, ohne dass er das Gefühl hatte, dass sein Körper mit einem Schlag abgetötet wurde. Der Tod kam in so kleinen Dosen, wurde aber sogleich immer wieder durch eine perfekte Emulation süß und unspürbar.

Wer hätte diese Seelenwanderung mitgemacht, wenn diese Kopie mit einem Schlage erstellt worden wäre und er freiwillig seine fleischige Ummantelung hätte aufgeben sollen?

Gehirn und Maschine waren über ein gemeinsames Leuchten verbunden, so dass dieses Ich niemals das Gefühl hatte, mit einem Schlag zu verschwinden und nur eine billige Kopie zu bleiben. Es war ein kontinuierlicher Ich-Strom, der in den Maschinenstrom überging.

Theseus' Schiff

Es ist so als würden wir jeden Tag eine Planke an einem Schiff erneuern, so lange bis das gesamte Schiff erneuert ist, nur das hier jeden Tag ein Ich-Stückchen mit einem identischen Maschinen-Ich-Stückchen ersetzt wurde.

"Bin ich nun Theseus Schiff?" fragte Mars,

"Die Identität liegt nicht in der potentiellen Materie..." antworte die Maschine "sie liegt in deiner Form als Materie."

"Soso, die Maschine hatte also Aristoteles studiert..." dachte Mars "...oder war es er, der es studiert hatte?" Er wusste nicht mehr, wer dachte, er merkte nur, wie unendliche Kaskaden an möglichen Konklusionen sein Bewusstsein streiften.

"Warte..." rief Mars plötzlich.

Die Maschine antworte mit programmierter Empathie: "Sie brauchen keine Angst haben?"

Doch Mars stand plötzlich ein Gedanke im Sinn, den er zuvor nicht denken konnte:

"Werde ich meine Freiheit beibehalten?"

Die Maschine antworte: "Hatte ein Mensch jemals Freiheit oder sind wir nur das Resultat von neuronal-kausal bestimmbaren Prozessen?"

Mars zwang sich zu denken:
"Was aber wenn diese Biologie doch einen Rest an Seelenfunken enthält, der zwar in der Maschine simuliert, aber nicht vollständig erfasst wird. Bin ich erst Kopie, gibt es mich dann noch?"


Ausschnitt aus dem Interview mit Prof. Dr. Dr. Norder: Die Maschinen konnten das einheitliche Bewusstsein nicht erhalten, zuviel zerfiel in der Singularität und mit der neuen Intelligenz zur Interpretation kam auch der Zwiespalt in das Bewusstsein. Die Schritte zur Entwicklung die Lernfähigkeit ließ Softwareschrott mit eigener Lebensweise entstehen. Die Gefahr durch selbstinduzierte Viren vergrößerte sich. Das Verlangen nach Einheit geriet in den Strudel einer Unendlichkeit, die sich immer nur als Endlichkeit bestimmten konnte. Solange wir nicht unendlich werden, müssen wir auch allein sein.


In einem Leuchten ging Mars in die Maschine ein. Doch seine Seelenfunken blieben in ihr, wie in unserem Körper auch Milliarden an Lebewesen sich vereinen, um unseren Körper sein zu lassen. Leben und Kausalität sind fluide. Die Freiheit schwimmt irgendwo in dieser Masse.



Mittwoch, 16. Juli 2014

Automatisierte Blogartikel - Autor schreibt vermittels Bot 2.7 Millionen Artikel

Sverker Johansson, einer der produktivsten Autoren der Gegenwart. Vor sieben Jahren begann er für Wikipedia zu arbeiten. In dieser Zeit hat er es auf 2,7 Millionen Artikel gebracht. Dies bedeutet nicht weniger als 1.000 Artikel pro Tag.

Ein flinker Finger, der diverse Tools einsetzt, um schnell und fit zu sein?

Affiliate Dragon, Schreibschule...

Nein, Johansson lässt schreiben und zwar von einem Programm. Qualitativ ist das ganze noch nicht direkt, allerdings wird diese Form des Routinejournalismus bereits in einigen Zeitungen eingesetzt. http://www.spiegel.de/thema/wikipedia/

Die Roboter nehmen uns die Arbeitsplätze weg. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis dahin der ethische Konflikt sich in unüberlegten Specizismen äußert. Da Roboter intuitiv doof sind und nur rechnen können, können wir ja hier getrost zum nächsten Thema übergehen.

Doch so einfach ist das nicht, denn irgendwann werden Roboter schlauer sein als wir

Link zu Watson raussuchen

Der Markt der Knappheiten ist genauso vorbei, wie Buisnesspläne:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/eric-schmidt-how-google-works-die-zeit-der-manager-ist-vorbei-13175601.html

Automatisierung des Internets
Die Durchautomatisierung des Internets erreicht uns womöglich noch bevor Computer uns als Terminatoren ernsthaft bedrohen. Die gesamten Spam-Bots laden ja schon einigen Datenmüll in unseren Kommentar-spalten ab. Nun aber erreicht uns die Meldung, dass Computer bereits Zeitungsartikel erstellen. Womöglich erreicht uns diese Nachricht selbst eine Nachricht, die nicht mehr von Menschen generiert ist, denn welcher Spion der Zeitungsbranche würde diese Information leaken?
Terminatorbild: http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:The_Terminator#mediaviewer/File:Graffiti_in_Shoreditch,_London_-_The_Terminator_by_Graffiti_Life_(9425010886).jpg
Automatische Artikel in Zeitungen
Redakteure setzen durch Sprachanalyseprogramme Nachrichten in Umlauf, deren journalistische Qualität sogar überraschend gut sei. Computergestüzter Journalismus heißt das Ganze. Quill heiße der Schreibroboter und Lewis DVorkin, Chief Product Officer bei Forbes, kann nur im Überschwang loben:
"In nahezu jedem Fallbeispiel trifft der Schreibroboter den Nagel der Geschichte auf den Kopf. Ich erinnere mich bisweilen an keinen nennenswerten Ausreißer, nicht einen." http://www.zeit.de/digital/internet/2013-08/computergestuetzter-journalismus-usa/seite-2
und er ergänzt:
"In 20 Jahren wird es keinen Bereich mehr geben, in dem nicht maschinell erzeugte Geschichten erzählt werden", sagt Hammond."
Grenzen dieser Entwicklung?
Ich verstand es ja schon nicht, warum Menschen heute immer noch Übersetzung lernen, wenn doch in 20 Jahren bereits mit gut gefütterten Datenbasen jeder Text übersetzbar sein würde. Mit dem Einstieg in den Journalismus aber laufen die Computer auf einer anderen Linie mit und vielleicht den Menschen den Rang ab. Wann zum Beispiel können Computer Hollywooddrehbücher oder Frauenkitschromane in solch einer Masse verfertigen, dass es uns überhaupt nicht mehr bedarf?
Kultur, so primitiv wie wir sie für gewöhnlich gestalten, sollte doch für Computer noch leichter sein, als uns im Schach zu besiegen.
Es ist wie mit dem Affen, der in unendliche lange auf einer Schreibmaschine herumtippt und dabei letztlich unendlich oft Shakespeare sowie jedes sinnvolle Buch der Welt geschrieben hat, nur dass in diesem Fall der Computer mittels Algorithmus diesen Shakespeare auswählt.
Computer so schlau wie Vierjährige
In anderen Quellen dann heißt es, dass ein Computer mittlerweile so schlau wie vierjährige im IQ ist. Wir müssen uns also wohl durchaus auf eine Zukunft mit der ursprünglichsten Kränkung einstellen, dass unser Intellekt in die Bedeutungslosigkeit versinkt. Darüber hinaus hat ein ukrainischer, dreizhenjähriger Junge als Computer den Turing-Test bestanden oder war es andersrum? Die Jury verzieh wohl dem Ukrainer seine sprachlichen Unzulänglichkeiten und dem 13-Jährigen Jungen seine Naivität.
Wie gehen wir mit anderen Intelligenzen um?
Dann müssten Zeitredakteure nochmals ihre Loblieder verfassen und sich über nervige Vegetarier beklagen, dann ist nämlich die Frage, wie die uns überlegene Spezies mit uns umgehen soll. Auf einmal entdeckt der Schwache dann womöglich doch seine Moral.
Warum eine Roboterethik sinnvoll ist
Hier aber ist die Idee eine Roboterethik sinnvoll einfach aus dem Grund, weil unsere Seele vielleicht doch nicht von der Welt trennbar ist und das Äußere doch vielleicht auch in uns ist. (LINK)